Schoko-Käsekuchen ohne Boden: Cremiger geht’s nicht

Der schoko-käsekuchen ohne boden erobert seit einigen jahren die deutschen backstuben und begeistert mit seiner unvergleichlich cremigen konsistenz. Diese variante verzichtet vollständig auf einen traditionellen mürbeteig- oder keksboden und setzt stattdessen auf eine konzentrierte mischung aus frischkäse, schokolade und eiern. Das ergebnis überzeugt selbst kritische gaumen: eine samtige, fast mousse-artige textur, die auf der zunge zergeht. Der verzicht auf den boden macht diesen kuchen nicht nur einfacher in der zubereitung, sondern auch deutlich leichter im geschmack. Perfekt für alle, die intensive schokoladennoten mit der milden säure von quark kombinieren möchten, ohne dabei von einem knusprigen boden abgelenkt zu werden.

 

Zutaten

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zubereitung

1. vorbereitung der backform und des ofens

Den backofen auf 160 grad celsius umluft vorheizen. Die springform gründlich mit butter einfetten, dabei besonders den rand beachten, damit sich der kuchen später problemlos lösen lässt. Alternativ kann die form mit backpapier ausgelegt werden, was das spätere herauslösen noch einfacher macht. Diese vorbereitung ist entscheidend, da der kuchen ohne boden direkt an der form haftet.

 

2. schokolade schmelzen

Die zartbitterschokolade in kleine stücke brechen und in einer schüssel über einem wasserbad (bain-marie: eine schüssel über einem topf mit leicht siedendem wasser, ohne direkten kontakt zwischen wasser und schüssel) langsam schmelzen lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit die schokolade gleichmäßig schmilzt und nicht anbrennt. Die temperatur sollte moderat bleiben, zu hohe hitze kann die schokolade körnig werden lassen. Sobald die masse vollständig geschmolzen ist, vom herd nehmen und leicht abkühlen lassen.

3. frischkäse-masse vorbereiten

Den frischkäse in eine große rührschüssel geben und mit dem elektrischen handrührgerät auf mittlerer stufe cremig rühren. Der frischkäse sollte zimmertemperatur haben, damit er sich besser verarbeiten lässt. Anschließend den zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterrühren, bis eine glatte, luftige masse entsteht. Diese basis sorgt für die charakteristische cremigkeit des kuchens.

4. eier einarbeiten

Die eier einzeln zur frischkäse-zucker-mischung geben und jedes ei vollständig unterrühren, bevor das nächste hinzugefügt wird. Dieser schritt ist wichtig, damit die masse ihre bindung behält und nicht gerinnt. Nach jedem ei etwa 30 sekunden rühren, um eine homogene konsistenz zu erreichen. Die masse sollte nun deutlich voluminöser und heller sein.

5. schokolade und trockene zutaten einrühren

Die leicht abgekühlte geschmolzene schokolade zur frischkäse-ei-masse geben und vorsichtig mit einem teigschaber unterziehen. Dabei von unten nach oben falten, um möglichst viel luft in der masse zu bewahren. Anschließend kakaopulver, speisestärke, vanilleextrakt und eine prise salz durch ein sieb zur masse geben und erneut vorsichtig unterrühren. Die speisestärke stabilisiert den kuchen und verhindert, dass er zu flüssig wird.

 

6. masse in die form füllen und backen

Die fertige masse in die vorbereitete springform gießen und mit dem teigschaber glattstreichen. Die oberfläche sollte möglichst eben sein. Die form auf der mittleren schiene in den vorgeheizten ofen schieben und etwa 50 minuten backen. Der kuchen ist fertig, wenn die ränder fest sind, die mitte aber noch leicht wackelt. Diese konsistenz ist gewünscht, da der kuchen beim abkühlen weiter nachfest wird. Nicht zu lange backen, sonst verliert er seine cremigkeit.

7. abkühlen lassen

Den kuchen im ausgeschalteten ofen bei leicht geöffneter tür etwa 15 minuten ruhen lassen. Diese phase verhindert, dass die oberfläche durch den plötzlichen temperaturunterschied reißt. Anschließend die form aus dem ofen nehmen und vollständig auf einem kuchengitter abkühlen lassen. Danach mindestens 4 stunden, idealerweise über nacht, im kühlschrank durchkühlen lassen. Erst dann erreicht der kuchen seine perfekte schnittfeste konsistenz.

 

Tipp vom Chefkoch

für eine noch intensivere schokoladennote kann ein teil der zartbitterschokolade durch vollmilchschokolade ersetzt werden. wer es weniger süß mag, reduziert den zucker auf 100 gramm. der kuchen lässt sich hervorragend einen tag im voraus zubereiten und gewinnt über nacht sogar an geschmack. zum servieren den kuchen mit einem in heißes wasser getauchten messer schneiden, das ergibt saubere schnittkanten. eine prise espressopulver im teig verstärkt das schokoladenaroma, ohne einen kaffeegeschmack zu hinterlassen.